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New York, Dortmund und zurück

Dezember 8, 2012 Backstage, Privat No Comments

Meine Beteiligung zur Verhinderung der Bordellschließung in Dortmund brachte mir einen weiteren Auftrag ein. Ein New Yorker Filmemachen namens Robert Frank fragt mich, ob ich eine Prostituierte in seinem Dokumentarfilm „Hunter“ spielen würde. Zwar sagte mir der Name Robert Frank nichts und auch meine Filmrolle war nur sehr klein, nur rund 8 Minuten war ich letztlich im Film zu sehen, aber trotzdem, ich sagte zu.

Nach diesem, doch sehr unspektakulären Auftakt, kam dann Hektik auf. Plötzlich wimmelte es von Fotografen, Kameramännern, Produzenten und Co-Produzenten und weiß der Teufel was da alles noch so rumlief. Ich saß in einem Hotelzimmer und erzählte meinem „Freier“ eine Geschichte in englischer Sprache – das war dann auch schon alles.

Ich unterschrieb einen Vertrag und bekam meine Gage ausgezahlt. Für mich war jetzt das Thema Filmdreh „Hunter“ abgeschlossen. Monate später bekam ich dann von der Kunststiftung Ruhr und dem WDR eine Einladung zur Filmpremiere in Duisburg zugesendet. Und da in der Einladung stand, dass es nach der Filmpremiere ein Büffet gibt, fuhr ich erfreut und gespannt nach Duisburg.

Zunächst wurde der Film Pull my Daisy von Robert Frank gezeigt, anschließend wurde dann „Hunter“ uraufgeführt. Nachdem die Lichter wieder angingen, spendeten die Zuschauer Standing Ovations um anschließend am kalten Büffet über den Film zu diskutieren. Überall waren plötzlich Journalisten und Kamerateams zu sehen und auch ich musste viele Interviews geben. Selbst meinem Mann wurde ein Micro unter die Nase gehalten, als er sich gerade am Büffet bediente. Sein Kommentar fiel dementsprechend aus, beim Essen lässt er sich überhaupt nicht gerne stören.

Langsam wurde mir bewusst, dass das nicht irgendein kleines Filmchen war, sondern das hier eine ganz große Sache ablief. Und dann ging es richtig los, die Presse überschlug sich geradezu und lobte den Film überschwänglich. Dann wurde der Film als „besonders wertvoll“ eingestuft und anschließend in der ARD und im WDR ausgestrahlt. Später kam dann der Film als VHS Kassette auf den Markt und ich erhielt von der Produktionsfirma ein Exemplar zugesendet.

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